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Was zeigen meine Arbeiten?
Meine Arbeiten dokumentieren Vergänglichkeit und Zerfall. Form- und Farbstrukturen, die durch den Gestaltungsaspekt »Zufall« entstehen, werden in ihrem andauernden Veränderungsprozess durch vorher festgelegte Zeitabschnitte begrenzt.
Während dieser Zeitabschnitte entstehen auf Bildflächen und Oberflächen von Skulpturen, die der Natur und ihren Witterungseinflüssen ausgesetzt werden, Eisenoxidzeichnungen (»Zeitzeichen«) durch Korrosion und Oxidation von Metall. Der ständige Wechsel von Regen- und Trockenperioden, der Einfluss von Sonne, Wind, Hagel und Schnee, die Niederschlagsmenge und -intensität sind wesentliche Faktoren, die die ästhetischen Qualitäten der Bilder und Skulpturen prägen.
»Zeitzeichen« bedeutet hier nicht semantischer Ausdruck der Zeit – im Sinne von Zeitgeist – sondern »Zeitzeichen« bezieht sich hier auf die Wahrnehmung und Protokollierung ästhetischer Zeichen innerhalb willkürlich gewählter Zeitabschnitte von begrenzter Dauer.
Ich suche andere Definitionen von Zeit und versuche, diese zu visualisieren. Zeit wird wahrnehmbar als Bewegung, als Volumen, als Schatten oder als Roststaub.
Zeit ist ebenso wie der Regen ein wichtiges Element meiner Arbeit. Die abendländische Vorstellung von der geraden Zeitlinie, die von einem Anfang bis zum Ziel führt, ist eine mögliche Definition. Ich könnte mir auch vorstellen, dass sich alles zurückbildet und der Zerfall das Ende ist. Weitere Elemente meiner Arbeit sind oxidierende Metalle und das damit im Zusammenhang stehende Eisenoxid als Farbmaterial.
Regen und Metall (besonders Draht), ein natürliches und ein industrielles Element, sind zwei typische Erscheinungen unserer Region.
Regen: mehr als 1000 mm Niederschlag pro Jahr zeigt deutlich, welchen Stellenwert dieser Aspekt hat.
Draht: Der Beginn der Industrialisierung durch die ersten Drahtziehereien im Lenne- und Volmetal.
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