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Es ist eine tiefe, wohltuende Stille, die mich überkommt, wenn ich Arbeiten von Ulrich Haug anschaue. In einem Alltag geprägt von Entscheidungszwang und Rastlosigkeit, eingezwängt zwischen Terminen und Verpflichtungen, erlebe ich die Momente, die mich seine Bilder immer wieder kurz fesseln und dann entlassen als eine Art kleiner Oase.
An meiner tiefroten Wand im Arbeitszimmer hängt seine Arbeit. Eine kleine Jesusfigur eingegossen in eine massive Wachsfläche. Darin finde ich immer wieder neue Details. Auch wenn das Werk ohne eine Zeichnung auskommt, sind es die Schatten, die sanft und tief im Wachs liegen und sich Im Laufe des Tages und des Abends ändern. Die Farbe des Wachses im Sonnenlicht und im Schein der kleinen Leselampe. Das Licht, das immer einen anderen Ausdruck in das Gesicht malt.
Das alles gibt mir Ruhe, aber auch Anregung immer wieder auf die Suche zu gehen nach dem neuen alten Bild.
Seine massiven, mit schwarzen Flächen versehenen Wachsblöcke sprechen dieselbe Sprache, benutzen aber andere Worte. Die tiefen, geritzten Zeichnungen, die roh und hart in der Oberfläche liegen, offenbaren eine expressive Gewalt in seinem Schaffensprozess.
Seine neuen Arbeiten, gerade weil sie im ersten Moment so unterschiedlich sind und auch bleiben, begleiten und bewegen mich.
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