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Dominik Böhringer (Jahrgang 1957) ist im Kürtener Künstlerhaus beheimatet. Seine Exponate sind groß und rund und benötigen viel Zeit zum Entstehen: Böhringer schafft runde Objekte, indem er in einer gewölbten Gipsform unterschiedliche Materialien wie Leim, Sand, Farbpigmente und natürlich Papier schichtweise aufträgt und zum Teil über Monate dort trocknen lässt, bevor das Werk fertig ist. Eigentlich ist es ein Prozess des »Lassens«, nicht zu verwechseln mit passiver Untätigkeit, aber nachdem einmal etwas in Gang gebracht wurde, gehört nun einmal die Geduld des Abwartens mit zur Entwicklung. Ähnlich wie bei biologischem Wachstum reift etwas heran, dessen Ursprünge schon definiert und von einander durchaus verschieden sind, aber dessen Ausgang nicht bis ins letzte Detail vorhersehbar ist.
Böhringers Objekte hängen nicht statisch an der Wand, sondern schweben ein Stück davor. Weil sie etwas Eigenes, Unbeeinflussbares sind, auf überraschende Weise typisch für den Künstler, der die Kreise schuf und sie doch nicht stört in ihrem Werden.
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